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Auf der Suche nach dem Stern

Auf der Suche nach dem Stern

Hier Kapitel 3 von „Faith 2“ noch nicht erschienen aber in Arbeit.

Leathan
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Die Macht verloren.
Eingeschlossen in der riesigen Muschel, die nur ein Gesetz kannte: Sich zu öffnen, aufzunehmen in ihren feuchten weichen Schoß, wieder zu entlassen, auszustoßen, was sich in ihrem Innern befand.
Ein ständiges Auf und Nieder, Öffnen und Schließen. Unbewusst und fühllos folgte sie ihrer natürlichen Bestimmung.
Auch ihn würde sie ausspucken, irgendwann.
Leathan sah die Algenwälder, durch die er schwebte, sah die Korallenriffe, die auch Faith gesehen hatte. Das Mädchen war ihm in der Muschel entkommen. Für Faith war sie ein Schutz gewesen.
Für ihn war die Molluske ein Gefängnis.
Leathan erkannte die Chimären, die mit ihren weichen Lippen an der grünen durchsichtigen Muschelschale klebten, saugten. Ständig sich wandelnde Wesen, deren bevorzugtes Element das Wasser war.
Die selbstvergessene Wut ließ ihn rasend werdend.
Sein schönes männliches Gesicht mit den violetten zornig funkelnden Augen war verzerrt, im Zorn fast hässlich.
Für den Moment war er besiegt. Hass auf Annabelle, seine Zwillingsschwester, stieg in ihm hoch.
Faith, Magalies rothaarige Tochter hatte sie beide überlistet. Kaum hatte sich die Muschel, in der sie Schutz gefunden hatte, über ihr wieder geöffnet, hatte sie den Mondsteinring auf ihn und seine Zwillingsschwester gerichtet und sie beide erstarren lassen. Der Zauberring mit dem Mondstein war ein Geschenk Magalies an ihre Tochter. Mit ihm konnte sie ihr Gegenüber für kurze Zeit außer Gefecht setzen.
Annabelle war Sekunden vor Leathan aus dieser Erstarrung erwacht.
Sie hatte die Situation ausgenutzt. Kaum war die Starre, in der sie und er selbst sich befunden hatten, von Annabelle gewichen, hatte sie ihn vom Felsen in das geöffnete Riesenmaul der stacheligen Molluske gestoßen.

Er hörte noch Annabelles gellendes Gelächter. Während er stürzte, sah er das Mädchen mit dem roten Haar.
Magalies Tochter in den Krallen, entschwebten die Adler, die Magalie gesandt hatte, über ihm, während das Molluskenmaul sich unerbittlich um ihn schloss.
Ein Mädchen, Leathan schäumte. Wieder hatte ihn ein weibliches Wesen besiegt. Auch ihre schöne Mutter hatte ihn, damals als er das Zeichen der Macht gestohlen hatte, vertrieben und besiegt.
Und jetzt auch noch seine Zwillingsschwester.
Sogar die sanfte Agnes, die Mutter seines Sohnes Richard, hatte ihn überlistet und war gegangen.
Agnes, eine Sterbliche.
Niemals würde er diese Demütigungen vergessen oder verzeihen.
Die Stunde der Abrechnung würde kommen.
Sie sollen vor mir zittern.

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