Feentanz

Kapitel 10 und vorläufig letztes Kapitel der Fortsetzung von Faith Tochter der Lichten Welt

Maia webt

————————————————————————————————————-Maia webte aus den gemahlenen schwarzen Daunenfedern des „Kwynk“ und der Asche des gelben „Wulstlings“ einen Umhang. Die Federn des Vogels allein, konnten Verbrennungen heilen, in Verbindung mit der Asche des Pilzes, zu einem zarten Gespinst gewebt, konnte es seinem Träger das Leben retten. Mit diesem Tuch wurde man zu einem kaum wahrnehmbaren Schemen der Schattenwelt, nicht zu unterscheiden von den geisterhaften Seelendieben. Selbst Nathan besaß einen solchen Umhang. Sie bestand darauf, dass er ihn immer bei sich trug. Sie wandte ihre ganze Aufmerksamkeit der Arbeit zu. Der kleinste Webfehler konnte alles zunichtemachen.

Maia war bewandert in allen Künsten der Magie. Selbst die schwarze Magie war ihr nicht fremd, aber sie hatte sie nie genutzt. Sie besaß Kräfte, von denen außer Nathan niemand wusste. Auch in ihr ruhte das Böse und sie hatte es ihren Kindern, Annabelle und Leathan vererbt. Die Tochter des letzten Herrschers der Schattenwelt hielt sich, wie es ihr Vater auch getan hatte, noch an Regeln, die Leathan, der Erbe der Schattenwelt längst über Bord geworfen hatte.

Maias graue Augen mit den violetten Punkten blitzten amüsiert auf als Nathan mit seinen drei Begleitern erschien. Sie legte die gedrehten spinnwebfeinen Fäden aus der Hand.

„Lilly!“

Maia lächelte die junge Hexe an. Lilly sah entzückend aus. Die kleine Stupsnase in die Luft getreckt, sahen blaue Augen unter dem dunklen, in die Stirn fallenden Haar sie erstaunt an.

„Woher kennst du mich?“  

Sie war unsichtbar gewesen als sie das erste Mal die Schattenwelt betreten hatte. Jedenfalls hatte sie das bis jetzt geglaubt.

„Du bist vor einiger Zeit durch das Portal gegangen. Hast die Schattenwelt erkundet und bist sehr schnell wieder verschwunden.“

Die dunkle Stimme Maias klang freundlich und beruhigend zugleich.

„Ich dachte nicht, dass mich jemand sehen könnte.“

„Es gibt viele Arten etwas wahrzunehmen, Lilly. Was machen wir nun mit euch?“

„Wir können nicht in die „Lichte Welt“ zurück. Ich hab Lilly geklaut. Die Hexen würden sie zurück auf die Felder, hinunter zu den Alraunen, schicken. Wenn sie Lilly fänden.“

Oskars Stimme bebte. Sie schwankte zwischen Stolz und Verzweiflung.

„Elsabe wird euch auf jeden Fall finden, oder hast du schon mal erlebt, dass sie nicht bekam was sie wollte, Oskar?“

Auch ihn kannte sie, woher?

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