In der Höhle

Hier ein Kapitel aus der Fortsetzung von Faith Tochter der Lichten Welt.

Richard und Faith sind in großer Gefahr. Sie wollen dem Herrn der Schattenwelt den Schatz der Nixen rauben, um ihn dem Wasservolk zurückzugeben. Versteckt warten sie auf ihre Chance.

Die Fortsetzung ist noch nicht erschienen: Arbeitstitel: Sohn der Schattenwelt

Richard und Faith

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Angespannt beobachteten Richard und Faith die Ankunft.

Mit Jesse und Julian zusammen hatten sie ein Versteck gefunden von dem aus sie sehen konnten, was geschah. Genau genommen hatte Murat die Höhle dicht bei den Lebenden Steinen ausgemacht. Der Graue hatte sich erholt und lag mit halb geschlossenen Augen, scheinbar entspannt am Höhlenausgang.

Nur die zuckenden Ohren verrieten seine Wachsamkeit.

Richard sah die Gäste seines Vaters im Palast der Lebenden Steine verschwinden während sich die unerwünschten Schaulustigen draußen vor dem Palast einen Platz zum Schlafen suchen mussten.

Die Gesellschaft war immer noch prachtvoll gekleidet, hatte aber die Masken abgelegt, sodass er erkennen konnte wer gekommen war.

„Lass mich auch mal“, Faith schob Richard zur Seite. Sie suchte vergeblich die schlanke Gestalt ihrer Mutter. „Ich kann Leander sehen aber nirgendwo Magalie“.

„Vielleicht ist sie nicht gekommen?“ Richard sah über Faith hinweg nach draußen. „Aber zu diesen offiziellen Anlässen müssten beide Herrscher der Anderswelt erscheinen“, meinte er.

„Ich spüre, dass sie da ist“. Faith schüttelte unwillig den Kopf.

„Wir gehen dann mal, und sehen uns ein bisschen um.“ Jesse drängte sich durch den Ausgang, dicht gefolgt von Julian. „Lasst euch nicht erwischen und bringt uns was zu essen mit.“

„Wer sollte uns erwischen, uns erkennt doch keiner. Wir sind die Armen, schon vergessen? Niemand sieht uns wirklich ins Gesicht.“

Faith sah den beiden besorgt nach.

„Sie sind schon groß.“ Richard küsste Faith auf die Nasenspitze und hockte sich neben Murat. Faith ließ sich ebenfalls nieder. Richards und ihre Finger fanden sich im rauen Fell des Wolfes. Zufrieden schloss das Tier die Augen.

Faith ließ ihre Blicke über das Feld vor dem Palast gleiten. Sie beobachtete das wogende Auf und Ab der Zuschauer. Keiner wollte sich etwas von den kommenden Ereignissen entgehen lassen. Auch wenn diese Kreaturen nichts besaßen, so wollten und konnten sie doch den Blick nicht lösen von Reichtum und Macht, die hier zur Schau gestellt wurden. Eine Art neidvolle Bewunderung hielt sie in ihrem Bann. Sie würden die Nacht in der Ebene verbringen, trotz der Gefahren, die dort lauerten.

„Richard!“ Faith schrie auf und riss die Hand hoch. Sie deutete auf den Tumult, der plötzlich ausgebrochen war.

Quer über die Ebene hasteten zwei Jungen, verfolgt von einigen schwarz gekleideten Elfen. Diese beiden rannten ganz sicher um ihr Leben, aber sie ließen die Säcke nicht los, die sie umklammerten.

Geschickt versuchten sie in der Menge, die sich teilte wie das rote Meer vor Moses, unterzutauchen. Die Verfolger kamen unaufhaltsam näher.

Kurz bevor die dunklen Elfen sie ergreifen konnten erhob sich eine Gestalt. Ihr Gesicht war unter der weiten Kapuze nicht zu erkennen. Der weite Umhang, den sie trug, blähte sich wie eine dunkle Wolke. Die Verfolger griffen ins Leere. Die Jungen waren wie vom Erdboden verschluckt.

„Sie ist da.“ Faith schluchzte erlei chtert auf als sie sah, dass Jesse und Julian verschwunden waren. Sie hatte die Fürstin erkannt. Kein Zweifel, ihre Mutter war hier. http://amzn.to/1ePEm6N 

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